Want create site? Find Free WordPress Themes and plugins.

12 Mieterfragen rund um Mietrecht und die Corona-Krise

Im Folgenden geben wir zusätzlich rechtliche Einschätzungen zur Corona-Problematik wieder, bei denen es sich angesichts einer nie da gewesenen Situation nicht um verbindliche Rechtsauskünfte handelt!

  1. Mieter sind nicht verpflichtet, ihrem Vermieter eine Corona-Infektion mitzuteilen. Wer sich in seiner Wohnung in Quarantäne befindet, gefährdet weder seinen Vermieter noch seine Nachbarn.
  1. Ist ein Nachbar an Covid-19 erkrankt, steht Mietern keine Mietminderung zu. Die Erkrankung eines Nachbarn stellt keinen Mangel der Mietsache dar.
  1. Wenn ein Mieter an Covid-19 erkrankt ist und sich in Quarantäne befindet, ist er nicht verpflichtet, die bereits gekündigte Wohnung zu verlassen und einen geplanten Umzug durchzuführen. Das Recht des Mieters auf körperliche Unversehrtheit hat Vorrang vor dem Interesse des Vermieters, die Wohnung neu zu vermieten. Muss der Mieter krankheitsbedingt den Einzug in eine neu angemietete Wohnung verschieben, ist er erst vom Tag des tatsächlichen Einzugs an verpflichtet, Miete zu zahlen. Dass der Mieter seinen jetzigen bzw. künftigen Vermieter in diesen Fällen kontaktieren sollte, versteht sich von selbst.
  1. Ein innerhalb der Familie oder Wohngemeinschaft organisierter Umzug ist ebenso wie ein durch ein professionelles Unternehmen durchgeführter Umzug unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln so lange gestattet, wie behördlicherseits keine Ausgangssperre verhängt ist.
  1. Wohnungsbesichtigungen sind trotz der Pandemie immer noch zulässig. Muss eine Besichtigung wegen Verkaufs oder Neuvermietung der Wohnung erfolgen, dann ist sie nur als Einzelbesichtigung mit Einhaltung der Abstandsregeln und Hygiene-Regelungen gestattet. Gehört der Mieter oder eine Person aus seinem Haushalt zu einer Risikogruppe, kann die Wohnungsbesichtigung u.U. verweigert werden.
  1. Von der Anmietung einer Wohnung nach einer bloßen Online-Besichtigung ist abzuraten. Eine Online-Besichtigung ermöglicht in keiner Weise die notwendige Prüfung des Wohnungsangebots auf Schäden und nicht offensichtliche Mängel. Zudem gibt es grundsätzlich kein Recht auf Widerruf, wenn ein Mietvertrag von den Mietparteien unterschrieben wurde.
  1. Bei dringend notwendigen Reparaturen(etwa die Behebung eines Rohrbruchs) müssen Mieter auch in Zeiten der Pandemie Zugang zu ihrer Wohnung gewähren.
  1. Die Messwerte von Strom- und Gaszählern von Heizkostenverteilern können Mieter ggfs. selbst ablesen und dem Versorgungsunternehmen mitteilen (evtl. durch einen Aushang an der Wohnungstür).
  1. In den Gemeinschaftsflächeneines Mehrfamilienhauses (Treppenhaus, Keller, Eingangsbereich) sollte der Mindestabstand von 1,50 m nach Möglichkeit eingehalten werden. Eingehalten werden muss der Mindestabstand in jedem Fall bei Nutzung des Gartens durch mehrere Mietparteien.
  2. Falls ein behördliches Kontaktverbot das gewohnte Nachbarschaftstreffen im Garten unterbindet, liegt damit kein Mangel der Mietsache vor und damit auch kein Anlass, die Miete zu mindern.
  1. Wenn ein Mieter wegen eigener Erkrankung den Garten des Hauses nicht nutzen kann, stellt das als persönliches Nutzungshindernis keinen Mangel der Mietsache dar und kann somit auch keine Mietminderung rechtfertigen.
  1. Derzeit kann im Allgemeinen nicht persönlichEinsicht in Belege für Betriebskostenabrechnungen genommen werden. Deshalb sind Vermieter während des Bestehens behördlicher Corona-Einschränkungen verpflichtet, Kopien der Belege auf Anforderung zur Verfügung zu stellen, ggfs. gegen Kostenerstattung durch den Mieter.

Weitere Artikel zum Thema Corona:

Mietrecht und die Corona-Krise

Welche Rechte und Pflichten haben Mieter in der Corona-Krise?

Did you find apk for android? You can find new Free Android Games and apps.