Mieterselbstauskunft: Was Mieter beachten sollten

Generell gilt, dass nur Fragen zulĂ€ssig sind und entsprechend wahrheitsgemĂ€ĂŸ beantwortet werden mĂŒssen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem MietverhĂ€ltnis stehen, also insbesondere RĂŒckschlĂŒsse auf die ZahlungsfĂ€higkeit des Mietinteressenten zulassen.

Werden solche Fragen bewusst wahrheitswidrig beantwortet, kann dies die fristlose KĂŒndigung oder die Anfechtung des Mietvertrages durch den Vermieter begrĂŒnden.

Fragen jedoch, die die PrivatsphĂ€re eines Mieters betreffen, gehören in der Regel nicht in die Selbstauskunft eines Mieters fĂŒr den Vermieter und mĂŒssen deshalb auch nicht wahrheitsgemĂ€ĂŸ beantwortet werden.

Dies gilt insbesondere fĂŒr Fragen nach einer Schwangerschaft, nach ansteckenden Krankheiten oder nach HomosexualitĂ€t. Diese Fragen mĂŒssen folglich nicht wahrheitsgemĂ€ĂŸ beantwortet werden.

Gleichwohl sollte man als Mieter ĂŒberlegen, ob man nicht auch derartige Fragen wahrheitsgemĂ€ĂŸ beantwortet, um nicht spĂ€ter Schikanen ausgesetzt zu sein, die das MietverhĂ€ltnis belasten und vielleicht sogar emotional unertrĂ€glich machen.

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